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„Is schon still uman See" (*1957) - Historische LiedAufnahme "Madrigalchor Klagenfurt"
aus dem Jahr 1965 unter der Leitung von Günther Mittergradnegger
Dem Lied "Is schon still uman See" von Günther Mittergradnegger
wurde in Velden ein Lied-Denkmal gewidmet und am
Samstag, dem 25. Oktober 2025 eingeweiht.
kleinezeitung.at
- Kleine Zeitung 10/25
- Kleine Zeitung 10/2025
- Kronen Zeitung 10/2025
IdeenTrägerin, MusikGestaltung & Organisation
Dr. Margit Heissenberger, Gemeindevorständin der Marktgemeinde Velden
"Die Marktgemeinde Velden am Wörthersee würdigt mit diesem Lied-Denkmal
die besondere Verbundenheit des Komponisten mit der Mittelkärntner Region
und stellt diesem Lied - das längst als „heimliche Hymne Kärntens“ bezeichnet wird - einen Erinnerungsplatz am Ufer des Wörther Sees zur Verfügung.
Wir danken allen SponsorInnen für die Finanzierung dieses einzigartigen Lied-Denkmals!"
Dr. Margit Heissenberger
Kulturreferentin
Lied- und TextInhalte, KünstlerOrganisation und MitIdeenträger
Fam. Jung-Mittegradnegger & DI Barbara Jung
Künstlerische MaterialDenkmalGestaltung
Serpentinit aus dem Gebiet Großvenediger, Osttirol vom Steinmetzmeister:
Helmut Cekoni
Violinschlüssel handgeschmiedet vom Schmiedekünstler:
Pirker/Paulitsch
Sponsoren
Roswitha BÜCKER, Familie BULFON, FAMILIE CEKONI, Familie DOBOCZKY,
Familie FISCHER, Margit HEISSENBERGER, Familie JUNG-JIRSAK,
Familie JUNG-MITTERGRADNEGGER, Wolfgang MODRITZ, Familie PIRKER,
Familie PAULITSCH, Hans SCHMID, Familie Wilfried SEMMELROCK, Familie SLAMA,
Franz WOHLFAHRT, Familie WOHLFAHRT vulgo THOMANN, Christian ZIERITZ
Das "Neue Kärntner Lied"
Die LiedGeschichte
Mittergradnegger bezeichnete sich selbst - Liedmelodien betreffend - als „Weisen-Schreiber“!
Das „Neue Kärntner Lied“ entstand durch den sogenannten St. Veiter Kreis – bestehend aus Mittergradnegger, Mulle und Glawischnig – und entwickelte sich nach 1945 zu einem "Neuen Klangerlebnis".
Das Lied „Is schon still uman See“ gilt bis heute als Humusträger zwischen dem „Alten“ und dem „Neuen Kärntner Lied“. Längst zum Volkslied geworden, erfreut es sich nach wie vor großer Beliebtheit und wird generationenübergreifend mit Begeisterung gesungen.
Der Liedtext „Is schon still uman See …“ ist Ausdruck eines St.Veit-Verlustes, den
Gerhard Glawischnig, - zum evangelischen Superintendenten nach Villach berufen - erlitten hat. Seine Sehnsucht nach seinem St. Veit, seinem Kraigerberg, seinem Glantal, seinem Längsee findet sich im Bild des verlorenen Ringleins im See, das er nicht mehr finden kann.
Die Melodie dazu schrieb Günther Mittergradnegger 1957. Wie ein Stern sollte dieses Sehnsuchtslied als „Neues Kärntner Lied“ in der Liedlandschaft Kärntens aufgehen. Heute ist es DAS „Neue Kärntnerlied“ schlechthin und wird sogar von den Singenden als zweite Kärntner Landeshymne bezeichnet.
Heute gestalten viele unterschiedliche Musikinstrumente diese Mittergradnegger-LiedMelodie in ihrem Repertoire. Es ist weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt und wurde längst zu einem Volkslied!
Günther
MITTERGRADNEGGER
(1923 - 1992)
MUSIK war für ihn Atem und Herzschlag
Komponist – Liedschöpfer – Liedsetzer – Liedforscher – Chor-Ensemble-Leiter und Begründer – internationaler Chorpädagoge – Kulturförderer!
Geboren am 28. 1. 1923 in Klagenfurt/Kärnten - aufgewachsen in Millstatt/See - humanistische Ausbildung - Kriegsdienst - Familiengründung mit 2 Kindern. Gründungen aus der Chor-Ensemble-Begeisterung: 1945 Kärntner Lehrerquintett (Männer) und Lehrer-Doppelquintett (erstmals gemischt) sowie 1948 „Madrigalchor Klagenfurt“ (international-vielfach erst-preis-gekrönt) - Charismatisch als Chorleiter - als Komponist der klassischen Moderne besonders der menschlichen Stimme verpflichtet. KompositionsSpektrum reichhaltig: Kantaten, Liedzyklen, Messen, Passionen, Musik für Kinder, … Weichensteller für das chorische Musikgeschehen in Kärnten, sowie international weit über die Grenzen hinaus.
PHÄNOMEN: Mittergradnegger bildet mit Glawischnig und Mulle das Dreigestirn „St.Veiter Kreis“ - gilt als Geburtsstunde des „Neuen Kärntner-Liedes“!
JungLehrerExtremkletterer - JahrzehnteArbeit als Freier- und AbteilungsLeiter im ORF Kärnten - Promotion Doktor Phil. (Musikwissenschaft/Volkskunde) - Kultur- AbteilungsLeiter/Land Kärnten - MusikvereinsLeiter. Verleihung des Titels Professor und des Österreichischen Ehrenkreuzes 1. Klasse für Wissenschaft und Kunst.
Verstorben am 25. 2. 1992 in Klagenfurt.
Gerhard
GLAWISCHNIG
(1906 - 1995)
Ob seiner RundumGebildetheit nennt ihn der Volksmund: „Der Goethe von Kärnten“!
Evangelischer Theologe/Superintendent – Dichter in Mundart & Hochsprache – Botaniker – Photograph – Maler & Zeichner – Volkskundler!
Geboren am 8. 12. 1906 im Gailtal/Kärnten - humanistische Bildung - Theologiestudium in Wien und Erlangen - Familiengründung mit 3 Kindern - Epiker, Hochsprache-Lyriker. Kärntnerlied-Texter und Mitbegründer der Idee „St. Veiter Kreis“- zusammen mit seinen WeisenSchreibern Justinus Mulle und Günther Mittergradnegger.
Pfarrer und Ideenträger der St. Veiter Kulturtage (1950-1968) - Superintendent von Kärnten - fruchtbare Text-Zusammenarbeit mit dem klassisch-modernen Komponisten Günther Mittergradnegger - Kulturpreisträger des Landes Kärnten - Verleihung des Titels Professor!
Verstorben am 28. 12. 1995 in St. Veit an der Glan.
LIEDTEXT: "Is schon still uman See"
Is schon still um an See,
hear de Ruadar schlågn,
|:und an Vogl im Rohr drin
ba da Finstar klågn.:|
Wås da Vogl für a Noat håt ?
Brauch ihn neama frågn,
|:muaß jå selba mei Traurigkeit
übas Wåssa trågn.:|
Übas Wåssa muaß i ume,
hear de Fischlan springan,
|:liegg a Ringle ban Bodn,
kånns nit aufabringan.:|
Der „St. Veiter Kreis“ mit
Gerhard Glawischnig,
Günther Mittergradnegger und Justinus Mulle